Ist ja schon irgendwie ein Traum, echten Usern beim Surfen über die Schulter sehen zu können. Das könnte man selbst organisieren, bedeutet aber viel Aufwand und ist letztlich wenig flexibel. Man braucht Kameras, Personal, Zeit und eine passable Organisation. Doch nun kann man solche Tests auch im Netz in Auftrag geben. UserTesting macht es möglich. Echte Surfer überfallen eine Seite nach Wunsch und erfüllen Aufgaben (bestelle…, finde…) oder beschreiben ihren Eindruck.

Das Ergebnis ist ein Screencast, ein Browservideo im Flashformat. Da es sich hier um einen englischsprachigen Dienst handelt, habe ich für einen Test das Smashing Magazine ausgewählt. 19,- Dollar kostete das für einen User - 189,- Dollar wären es für 10 Probanden. In diesem Fall war es eine Benutzerin. Der Screencast im SWF-Format ist gut 16 MB schwer, denn er kommt mit 1024 Pixel Breite - was auch sinnvoll ist. Der Download aus den USA ist recht langsam. Der Audiokommentar der Userin klingt wie übers Telefon und ist mit zahlreichen Störgeräuschen durchsetzt. Das wird aber bei jedem Tester anders ausfallen. Gut einen Tag dauerte es bis das Ergebnis vorlag. Versprochen wurde auch ein "written review", ein schriftlicher Mitschnitt, der lag aber zusammen mit dem Video nicht vor.
Das Testergebnis kann man hier in Augenschein nehmen - Flash ist erforderlich. Es öffnet sich ein neues Fenster/Reiter.
UserTesting ist neu. Aber war bringt es? Ich hab’s probiert, bin aber unsicher. Die Idee ist toll, aber reicht die Umsetzung aus?
