Automatisierte Tests und Analysen helfen Fehler zu finden, liefern eine Positionsbestimmung und beugen unfreiwilliger Betriebsblindheit vor. Sie mögen manchmal fehlerhaft sein, liefern aber dennoch interessante Daten. Wunderdinge sind nicht zu erwarten, und eventuelle Rankings sind mit Vorsicht zu genießen. Wer nicht zuviel erwartet, hat seinen Spaß und findet Ansatzpunkte für Verbesserungen.
Alle aufgeführten Dienste sind kostenlos.
Sitescore
Der vielleicht prominenteste Vertreter seiner Art. Ein schön aufbereiteter, umfassenden Rundumschlag. Man reiht sich in eine Skala von 1-10 ein. Einbezogen in die Wertung werden ganz verschiedene Dinge wie Zugänglichkeit, Standards, Metatags, Fonts, URL-Format, Lesbarkeit, Keywords, Verlinkung, Popularität, Suchmaschinenoptimierung, Bilder, Seitentitel und mehr. Wer Flash benutzt, erhält Abzüge. Positiv hingegen wird die Verwendung von Google Analytics registriert, warum auch immer. Sitescore analysiert bei jedem Test insgesamt 5 Seiten, die sich der Dienst anhand der Verlinkungen selbst heraussucht. Wenn man Pech hat, ist dies ein wenig vorzeigbares Exemplar und führt zu wenig schmeichelhaften Ergebnissen.

Webagogo
Dieser Dienst ist in einfacher Form kostenlos - für eine Domain und maximal 10 Seiten. Es gibt auch weitergehende kostenpflichtige Dienstleistungen. Die Benutzung ist etwas kompliziert, erfordert eine Registrierung und den Nachweis, das man der Eigner der zu prüfenden Website ist - wird mit Metatag ermittelt, nichts gefährliches… Getestet werden unter anderem Markup, Usability (ein wenig), Zugänglichkeit, Geschwindigkeit, SEO.

Seitwert
Auch der deutschsprachige Dienst Seitwert will aus frei verfügbaren Daten möglichst Aussagekräftiges herauslesen. Mit von der Partie sind Google, Alexa, Yahoo und Socialdienste, darunter auch Yigg. Dazu pflegt man eine Topliste mit bislang 45330 getesteten Seiten. Dr. Web nimmt dort übrigens den 16. Platz ein (jedenfalls zum Testzeitpunkt).

Grade A WebSite
Kümmert sich um Links, gerade auch aus der Web 2.0 Ecke (Digg, Technorati, Delicous), Struktur, Bilder. Interessant ist, das man diese Daten gleich für verschiedene Website ermitteln kann. Das ermöglicht einen direkten Vergleich.
Microsoft Demographics Prediction
Dieses Werkzeug aus den AdCenter Labs behauptet Geschlechterverteilung und Alter der Besucher einer URL bestimmen zu können. Die Daten kommen von MSN. Wie das funktioniert und ob die Verteilungen stimmen, vermag ich hier nicht zu sagen.
urltrends
Vordergründig das Übliche, es geht um Links und Google und Yahoo. Wichtig ist, was der Name ja schon andeutet, es geht eigentlich um Trends. Wie entwickeln sich Verlinkungen und Daten? Man erhält eine Garnitur Flash-Diagramme mehrerer Suchmaschinen und einiger Social-Bookmarkdienste.
Barrierecheck
Prüft auf Zugänglichkeit nach insgesamt 11 Kriterien. Drei davon benötigen die Hilfe des Testers selbst, sie können nicht automatisch absolviert werden.

Was gibt es darüber hinaus? Jede Menge SEO Tools (Backlinks, Keywords), Domain-Tools, Browser Tools und allerlei zum Überprüfen von HTML und CSS. Praktisch ist Jens Meierts UI Test. URL eingeben, und man kann direkt verschiedene Services ansteuern, ohne noch etwas eintippen zu müssen. Unterstützt werden Tests in Sachen Standardkonformität und Zugänglichkeit. Test Everything funktioniert ähnlich - auf engstem Raum.

WebWait vergleicht Geschwindigkeiten. Der Web 2.0 Valdiator ist ein kleiner Spaß. Während sich das SocialMeter einschlägigen Verlinkungen widmet.

Wer Alexa mag, sollte auch Compete kennen. Deren Trafficdaten kommen in den meisten Sitechecks bislang noch nicht vor. Und dann gab es da noch WebXACT… Dieser Dienst wird eingestellt…